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Gesundheit

Dass Kürbiskernöl heilende Kräfte besitzt, ist in der Volksmedizin seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Worauf diese Kräfte aber beruhen, wird erst seit kurzem erforscht - vornehmlich durch die Biochemie.

Die innerliche Anwendung von Kürbiskernöl bezieht sich hauptsächlich auf die Verwendung durch die Nahrungsaufnahme. Aber diese Anwendungen wirken positiv auf viele gesundheitliche Probleme. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen tierische und gehärtete Fette meiden oder reduzieren sollen, können Sie diese leicht durch Kürbiskernöl ersetzen (die sogenannte fettmodifizierte Ernährung).

Um eine optimale Wirkung von Kürbiskernöl zu erreichen, sollten Sie nicht oder nur wenig erwärmen oder erhitzen, damit die Inhaltsstoffe natürlich erhalten bleiben. Setzen Sie Kürbiskernöl beispielsweise Salaten zu oder rühren Sie kurz vor dem Servieren etwas Kürbiskernöl ein.

Äußerlich angewendet wirken Kürbiskernöl, Kürbiskerne und Kürbisfruchtfleisch auf die Haut und das darunter liegende Gewebe. Die Einsatzgebiete sind vielfältig, da ihre Wirkung auf verschiedene Weise einsetzt.

Krankheiten und Beschwerden von A – Z:

  1. Arteriosklerose, Ablagerung in den Arterien
  2. Bandscheibenprobleme
  3. Bettnässen bei Kindern
  4. Blutdruck, hoher
  5. Blutfettwerte, erhöhte
  6. Gelenkentzündungen
  7. Harn-Inkontinenz
  8. Haut und Haare
  9. Herz-/Kreislaufprobleme
  10. Kopfschmerzen
  11. Nierenbeckenentzündungen, Blasenentzündungen
  12. Prostatabeschwerden
  13. Reizblase
  14. Rheuma, rheumatische Beschwerden
  15. Sehnenscheidenentzündung
  16. Verspannungen
  17. Verbrennungen
  18. Wurmbefall
  1. Arteriosklerose, Ablagerung in den Arterien

    Die im Volksmund "Arterienverkalkung" genannte Arteriosklerose geht auf Umbauvorgänge in arteriellen Gefäßen zurück, führt zu Durchblutungsstörungen und ist die häufigste arterielle Gefäßkrankheit: In einem meist chronisch fortschreitenden Krankheitsprozess verhärten und verdicken sich die Gefäßwände durch Einlagerung von Fett, Kalk und Bestandteilen von Bindegewebe - die Elastizität der Gefäße nimmt ab und die Öffnung verengt sich zunehmend.

    Die Arteriosklerose mit krankhaften Gefäßveränderungen kann schon im Kindes- und frühen Jugendalter beginnen. Gefäßschäden sind häufig zuerst an der innersten Gefäßschicht (Endothel) nachweisbar. Gefäßgifte wie Nikotin sowie Fett und Bluthochdruck stören den Stoffwechsel an den Gefäßwänden dauerhaft. Die Gerinnungs- und Strömungsverhältnisse ändern sich. Eiweißeinlagerung, Bindegewebs- und Muskelzellwachstum in den Gefäßen können Entzündungen mit Narbenbildung verursachen und die Durchblutungsstörung weiter verschlechtern. Der Blutstrom wird behindert und die Gefäße werden zunehmend verengt. Ist der Krankheitsprozess weiter fortgeschritten, können sich "KI31kplatten" (arteriosklerotische Plaques) in den Schlagadern bilden, die den Teufelskreis von Gefäßentzündung, Durchblutungsstörung Lind Gefäßverschluss weiter vorantreiben - die Gefahr von Blutgerinnselbildung (Thrombosierung) nimmt dann zu. Bei Gefäßkranken können unterschiedliche Arterien des Körpers bevorzugt von Arteriosklerose betroffen sein: die Herzkranzgefäße, die Bauchschlagader, die Becken- oder Beinarterien oder die Hirnarterien.

    Die Arteriosklerose ist jedoch in der Regel keine Erkrankung, die man als unabänderliches Schicksal hinnehmen muss. Viele Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Rauchen und zu hohe Blutfettwerte, die den Krankheitsprozess fördern, können beherrscht werden. Gefäßveränderungen verschlechtern sich dann nicht mehr oder gehen sogar zurück. Ist eine Arterie durch die Arteriosklerose jedoch vollständig verschlossen oder haben sich harte "Kalkplatten" in Gefäßen entwickelt, können diese Gefäßveränderungen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

    Bei bestimmten Krankheiten ist die Anwendung von Kürbiskernöl besonders angezeigt. Die Wirkung beruht darauf, dass die Symptome gemildert werden, und darauf, dass durch die Inhaltsstoffe nahrungsbedingte Mangelerscheinungen teilweise ausgeglichen werden können. Bei den nachfolgenden Krankheiten zeigt der Kürbiskernöl eine besonders gute Wirkung.

    Ablagerungen in den Arterien durch Cholesterin und Trigliceride sind ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko im Bereich der Herz-/Kreislauferkrankungen. Durch eine fettmodifizierte Ernährung mit Kürbiskernöl im Rahmen einer ärztlich überwachten Diät kann hier vorgebeugt und eine Verschlimmerung oft weitestgehend verhindert werden.

  2. Bandscheibenprobleme

    Eine dünne, elastische Knorpelscheibe zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule, außer zwischen den zusammengewachsenen Wirbeln des Kreuzbeins, und zwischen den Steißknöchelchen wird als Bandscheibe (Discus intervertebralis) bezeichnet. Letztere sind durch Knorpel miteinander verbunden. Die Knorpelscheibe besteht aus einem festen Faserknorpelring (Annulus fibrosus) und einem etwas weicheren Kern (Nucleus pulposus). Die Zwischenwirbelscheiben sind meist ebenso breit wie die Wirbel, jedoch nicht so hoch.

    Die Wirbel sind durch feste elastische Bänder miteinander verbunden. Die Beweglichkeit zwischen zwei benachbarten Wirbeln ist beschränkt, die Wirbelsäule als Ganzes ist jedoch sehr beweglich.

    Immer mehr Menschen leiden heute unter Bandscheibenproblemen. Vielfach ergibt sich daraus - besonders am Anfang - keine große gesundheitliche Beeinträchtigung. Nach einem "Hexenschuss" hat man mehr oder weniger starke Schmerzen, die oft nach ein paar Tagen wieder von alleine verschwunden sind. Teilweise sind die Schmerzen aber auch so stark, dass eine ärztliche Behandlung nötig ist. Da die Bandscheiben immer weiter abnutzen, werden die Beschwerden und die Schmerzen bei vielen Menschen immer schlimmer. Manchmal hilft dann nur noch eine Operation. Wer Probleme mit den Bandscheiben hat, sollte auf jeden Fall einmal seine Körperhaltung bei Bewegungen von einem Arzt überprüfen und eventuell korrigieren lassen. Auch das Körpergewicht spielt eine große Rolle. Bei schweren Menschen ist die Wirbelsäule mehr belastet.

    Akute Schmerzen lassen sich oft durch Einreiben mit Kürbiskernöl oder Kürbiskern-Massageöl lindern. Dadurch kann die Behandlung des Arztes unterstützt werden.

  3. Bettnässen bei Kindern

    Die meisten Kinder lernen im Alter von zwei bis vier Jahren ihre Harnblase tagsüber unter Kontrolle zu halten und brauchen einige Zeit später auch in der Nacht keine Windel mehr. Mit fünf Jahren sind 85 Prozent aller Kinder auch nachts "sauber".

    Wenn ein Kind, das älter als fünf Jahre alt ist, kontinuierlich einnässt, ohne dass eine physische Ursache, wie etwa eine Blasenentzündung oder eine Störung des Nervensystems, vorliegt, kann es sich um nächtliches Bettnässen (Enuresis nocturna) handeln. Häufig durchnässte Bettwäsche und eine feuchte Matratzen sind Anlässe für Ärger und Frustration, doch elterlicher Zorn und Strafe sind keine geeigneten Mittel, dieses Problem zu lösen. Das Kind schläft, während es einnässt, und kann nichts bewusst gegen diese Störung tun. Verständnis und Aufmunterung sind gefragt. Die Blasenkontrolle hängt davon ab, wie schnell das kindliche Nervensystem heranreift.

    Da Kürbiskernöl auf den Nieren- und Blasenbereich wirkt, kann es auch gegen Bettnässen verabreicht werden. Es werden bei diesem Problem zum Teil sehr positive Wirkungen beobachtet. Geben Sie Kindern morgens und abends jeweils einen Teelöffel Kürbiskernöl. Sollten sie dieses nicht mögen, "verstecken" Sie es in der gewohnten Ernährung. Bei Bettnässern sollte auf jeden Fall diagnostiziert werden, ob es sich um organisch bedingtes Einnässen handelt.

  4. Blutdruck, hoher

    Unter dem Begriff Blutdruck versteht man den Druck, den das Blut in arteriellen Blutgefäßen auf die Gefäßwand ausübt (= arterieller Blutdruck). Der Blutdruck wird in Millimeter (mm) einer Quecksilbersäule (Hg) gemessen. Man unterscheidet zwei Blutdruckmesswerte: Der systolische (obere) Blutdruckwert entspricht der Pumpkontraktion des Herzens, der diastolische (untere) Wert der Erschlaffungsphase des Herzmuskels. Die Normalwerte des Blutdrucks betragen:
     - Systolischer (oberer) Wert 110-140 mmHg und
     - Diastolischer (unterer) Wert 60-90 mmHg
    Wenn der Blutdruck längere Zeit über den Normalwerten liegt, kann ein Bluthochdruck (Hypertonie) vorliegen. Die vorübergehende oder dauerhafte.

    Senkung des systolischen Blutdrucks auf Messwerte von weniger als 100 mmHg wird als Hypotonie bezeichnet. Eine Hypotonie geht häufig auf eine Regulationsstörung des Herz-Kreislauf-Systems zurück und verursacht Blutverteilungsstörungen. Die Beschwerden bei vermindertem Blutdruck können sehr vielfältig sein und reichen von Erscheinungen allgemeinen Unwohlseins über Schwindelzustände und Sehstörungen bis hin zu Ohnmacht und Bewusstlosigkeit. Die Ursachen solcher Beschwerden sollten von einem Arzt abgeklärt werden.

    Hoher Blutdruck ist ein weitverbreitetes Problem, das vielfach nicht erkannt wird. Dabei kann ein ständig zu hoher Blutdruck zu Schlaganfällen führen. Auch zu viel Kochsalz in unserer Ernährung begünstigt die Entstehung von Bluthochdruck oder lässt ihn noch mehr ansteigen. Neben einer unbedingt notwendigen Behandlung durch einen Arzt, kann der hohe Blutdruck mit gezielter Ernährung beeinflusst werden. Das natriumarme Kürbisfleisch eignet sich ideal für eine kochsalzarme Ernährung. Gleichzeitig sollten weniger tierische Fette und mehr hochwertige pflanzliche Öle wie Kürbiskernöl verwendet werden.

  5. Blutfettwerte, erhöhte

    Nicht die absolute Höhe der Blutfettwerte ist für die Abschätzung eines Herzkreislauf-Risikos ausschlaggebend! Wie hoch die Blutfettwerte bei einem Menschen sein dürfen, damit keine langfristige Gefährdung des Herz-Kreislauf-Systems entsteht, muss unter Berücksichtigung anderer vorliegender Risikofaktoren (Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht) festgelegt werden. Darüber hinaus reicht nicht die Bestimmung der Cholesterinwerte allein, sondern es müssen alle Fettwerte (Lipidprofil), Cholesterin, HDL-, LDL-Cholesterin, Triglyzeride sowie möglichst auch Lipoprotein (a) und Homocystein berücksichtigt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über ihr individuelles Fettstoffwechsel-Risiko und eine mögliche Behandlung.

    Erhöhte Blutfettwerte - Cholesterin, Trigliceride - sind zum Teil durch die Ernährung zu beeinflussen. Meistens sind tierische Fette aus Wurst, Fleisch und Käse die Verursachen Sie sind ein Risikofaktor im Bereich der Herz-/Kreislauferkrankungen. Kürbiskernöl ist ideal für eine sogenannte fettmodifizierte Ernährung (sieh-c-Scüe-40). In ihr werden beispielsweise tierische Fette gegen Kürbiskernöl ausgetauscht. So erreicht man auch eine Schonung der Leber.

  6. Gelenkentzündungen

    Wie bei Arteriosklerose sind Kürbiskerne und Kernöl auch ein ideales Mittel zur Vorbeugung gegen Gelenkentzündungen. Entzündungen machen sich vor allem durch Schmerzen, Rötungen der Haut oder Schwellungen bemerkbar. Das reichlich enthaltene Vitamin E wirkt entzündungshemmend, da es mithilft, die Produktion von Leukotrienen und Prostaglandinen - Stoffe, die Entzündungen fördern - zu reduzieren.

    Als warme oder kalte Packungen helfen Kürbiskerne auch, die Schmerzen und Schwellungen von akuten Gelenkentzündungen zu bekämpfen. Prellungen oder Verstauchungen kann man ebenfalls so behandeln.

    Mahlen Sie die Kürbiskerne, und verrühren Sie sie dann sorgfältig mit dem Öl zu einem streichfähigen Brei. Streichen Sie diesen Brei auf ein sauberes, altes Baumwolltuch, und decken Sie damit das betroffene Gelenk ab. Lassen Sie die Packung mindestens eine Viertelstunde lang einwirken. Dann entfernen Sie sie, und spülen Sie die Haut mit klarem Wasser ab. Beobachten Sie die entzündete Stelle, und wiederholen Sie die Behandlung gegebenenfalls.

  7. Harn-Inkontinenz

    Unter Inkontinenz versteht man den unbeabsichtigten Urinabgang aus der Blase. Inkontinenz wird immer als unangenehme und oft peinliche Angelegenheit betrachtet.

    Schätzungen zufolge tritt dieses Symptom bei rund einem Drittel der Frauen nach der Geburt eines Kindes und bei etwa einem Fünftel der über 65-jährigen Frauen auf.

    Dieses Problem ist in den meisten Fällen beherrschbar. Man unterscheidet die Stressinkontinenz, die Überlaufinkontinenz, die Dranginkontinenz (Urge-Inkontinenz) und die Reflexinkontinenz.

    Harn-Inkontinenz ist heute für viele Menschen ein echtes Problem geworden. Man geht davon aus, dass 2-4 % der Gesamtbevölkerung unter einer Blasenschwäche leiden. Ursachen und Symptome sind verschieden, betroffen sind Menschen aller Altersgruppen. Die Inhaltsstoffe des Kürbiskernöls wirken positiv auf die verschiedenen Arten der Harn-Inkontinenz.

  8. Haut und Haare

    Kürbis und Kürbiskernöl wirken innerlich und in der kosmetischen Anwendung gegen viele Probleme im Bereich Haut und Haare, wie beispielsweise Schuppenbildung und Haarausfall. Rezept und Hinweise finden Sie im Kapitel Kosmetik.

  9. Herz-/Kreislaufprobleme

    Herz-/Kreislaufprobleme treten bei vielen Menschen auf, sind aber nicht immer Grund zur Besorgnis. Eine ärztliche Diagnose ist aber immer angezeigt. Aufgrund des hohen Kaliumgehaltes wirken Kürbisfleisch und Kürbiskernöl positiv auf die Herz-/ Kreislauftätigkeit. Bei der Verwendung von Kürbisfleisch und Kürbiskernöl zur Herz-/Kreislaufstabilisierung ist entscheidend, dass Sie kein oder nur wenig Salz verwenden.

  10. Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen, oft eine Folge von langen Aufenthalten in schlechter Luft oder von Wetterumschwüngen, belasten den Menschen und beeinträchtigen seine Leistungsfähigkeit. Mit Kürbiskernöl lassen sich Kopfschmerzen häufig lindern. Reiben Sie Schläfen und/oder Stirn sowie Nackenbereich mit etwas Kürbiskernöl ein. Ruhen Sie anschließend etwas (bei geöffnetem Fenster oder an der frischen Luft) oder gehen Sie spazieren.

  11. Nierenbeckenentzündungen, Blasenentzündungen

    Bei Nieren- und Blasenentzündungen werden häufig eine kochsalzarme Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Hierzu eignet sich das Kürbisfleisch. Das Kürbiskernöl ist für seine positive Wirkung bei der sogenannten Reizblase bekannt. Nehmen Sie täglich 2-3 Teelöffel Kürbiskernöl zu sich. Außerdem ist eine ärztliche Behandlung wichtig, um spätere Schäden zu verhindern. Für eine nierenschonende Ernährung ist der Kürbis eine wichtige Zutat.

  12. Prostatabeschwerden

    Nicht nur Frauen, auch Männer kommen in die hormonellen Wechseljahre. Etwa ab dem 40. Lebensjahr setzen Veränderungen im Hormonhaushalt ein, die sehr häufig Auswirkungen auf die Prostata haben.

    Die etwa kastaniengroße, muskulöse Drüse, die jenen Teil der männlichen Harnröhre umgibt, der sich direkt an die Blase anschließt, gehört zu den wichtigsten Geschlechtsorganen des Mannes. Während der Ejakulation zieht sie sich rhythmisch zusammen. Außerdem gibt sie durch haarfeine Kanäle eine leicht alkalische Flüssigkeit in die Harnröhre ab, die sich mit den Spermien mischt und ihre Beweglichkeit fördert.

    Jeder zweite Mann über vierzig ist heute von den Beschwerden einer Prostatavergrößerung betroffen; und je älter er wird, desto weiter schreitet die Vergrößerung fort.

    Gewöhnlich macht sich eine Prostatavergrößerung anfangs nur dadurch bemerkbar, dass man nachts ein- oder mehrmals von Harndrang geweckt wird. Die Miktion verzögert sich, und der Urinstrahl ist schwächer als gewöhnlich. Auch tagsüber muss man häufiger zur Toilette.

    Wird in diesem Stadium nichts unternommen, kommt es bald zu noch häufigeren Blasenentleerungen. Der Harnstrahl ist schwach, oft sogar mehrmals unterbrochen. Die abgegebene Harnmenge ist unbefriedigend, und das lästige "Nachträufeln" beginnt. Die Betroffenen haben das Gefühl, die Blase nicht mehr vollständig entleeren zu können, und sie haben recht damit: In diesem zweiten Stadium beginnt die Restharnbildung. Obwohl man auf der Toilette war, bleiben bis zu 100 Milliliter Harn in der Blase zurück.

    Wer auch jetzt noch die Prostatavergrößerung ignoriert, riskiert ständigen, sehr starken, oft schmerzhaften Harndrang mit Nachträufeln und unfreiwilliges Harnverhalten. Das bedeutet, dass die Blase trotz dauernder Gänge zur Toilette nur noch winzige Mengen Urin ausscheidet. Es entsteht ein Urinstau in den Nieren, und eine Urämie, die Vergiftung des Körpers mit Harnstoffen, setzt ein. In diesem Stadium führt kein Weg mehr an einer Operation vorbei.

    Aufgrund ihrer Wirkstoffe zählen Kürbiskerne und Kürbiskernöl bei Prostatabeschwerden zu den Heilmitteln erster Wahl. Sie können das Prostatawachstum hemmen, stärken die Blasenfunktion und schwächen den quälenden Harndrang ab. Darüber hinaus beeinflussen sie die Stärke des Harnstrahls positiv, und auch das Nachträufeln wird vermindert. Der frühzeitige Beginn einer Behandlung mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl kann dafür sorgen, dass eine Operation überflüssig wird.

  13. Reizblase

    Häufiger, zwingender Harndrang mit anschließend nur ungenügender Entleerung (Miktion) der Blase, häufig auch Schmerzen beim Urinieren kennzeichnen das unangenehme Beschwerdebild der Reizblase. Grundsätzlich kann jeder Mann, Frau und Kind - davon betroffen sein, aber hauptsächlich haben Frauen in der zweiten Lebenshälfte darunter zu leiden. Ab dem 40. Lebensjahr oder in den Wechseljahren erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese unangenehme Blasenfunktionsstörung auftritt, Die Betroffenen müssen sowohl tagsüber als auch nachts häufig die Toilette aufsuchen, ohne dann mehr als "ein paar Tröpfchen" Urin ausscheiden zu können. Wird die Reizblase nicht behandelt, steigert sich ihr Zustand bis hin zu höchst schmerzhaftem Harndrang, der so gut wie gar nicht mehr kontrolliert werden kann, Dieses Stadium nennt man Inkontinenz.

    Oft liegt einer Reizblase gar keine richtige Blasenerkrankung zugrunde. Die unangenehmen Symptome beruhen auf einer gestörten Kommunikation zwischen Nervensystem und Blasenmuskulatur. Auch ohne vom Gehirn den Befehl dazu bekommen zu haben, zieht sich die Blase zusammen und drückt dabei kleine Urinmengen in die Harnröhre, wodurch der Harndrang ausgelöst wird.

    Diese Kommunikationsstörungen können sowohl durch eine hormonelle Umstellung bedingt sein als auch durch psychische Belastungen und Stresssituationen, besonders in Verbindung mit Zeitdruck.

    Kürbiskerne und Kürbiskernöl sind ideale Helfer bei der Therapie dieser Beschwerden, Zum einen kräftigen sie die Muskulatur und das Gewebe der Blase, - um anderen wirken sie beruhigend und entspannend auf den Blasenschließmuskel.

    Die drei Stadien der Reizblase:
    Im ersten Stadium verspürt man häufiger Harndrang als gewöhnlich und muss oft zur Toilette, ohne aber mehr Harn als sonst auszuscheiden. Dieses Stadium spricht am besten und schnellsten auf eine Kur mit Kürbiskernöl an.
    Im zweiten Stadium häuft sich der Harndrang noch mehr, Man muss sozusagen "alle fünf Minuten" auf die Toilette. Obwohl die Blase fast leer ist, wird der Drang immer zwingender.
    Im dritten Stadium kommen zu dem Zwang, ständig die Blase entleeren zu wollen, Schmerzen im Unterbauch oder beim Wasserlassen. Sie können sehr quälend sein. Wer sich in diesem Stadium befindet, muss unbedingt einen Arzt aufsuchen!

    Kürbiskernöl wirkt bei Blasenbeschwerden wie der sogenannten Reizblase positiv, da sie auch in den Mechanismus der Harnentleerung eingreifen. Hierfür werden in Apotheken und Reformhäusern spezielle Kürbiskerne und Kürbisgranulat angeboten. Sie können aber auch täglich 2-3 Teelöffel der im Handel erhältlichen Kürbiskerne essen oder Ihren Speisen zusetzen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

  14. Rheuma, rheumatische Beschwerden

    Rheumatische Beschwerden sind keinesfalls nur ein Problem älterer Menschen. Auch viele junge Menschen sind davon betroffen. Um die Schmerzen zu lindern, wird Kürbiskernöl zur Einreibung benutzt. Reiben Sie die schmerzenden Körperpartien 2- bis 3mal täglich mit einer Mischung aus einer Hälfte Kürbiskernöl und einer Hälfte Olivenöl ein. Selbst wenn die Schmerzen abgeklungen sind, fahren Sie mit der Behandlung noch etwa eine Woche fort.

  15. Sehnenscheidenentzündung

    Sie tritt oft aufgrund einer einseitigen Überbelastung auf. Wer diese oft schmerzhafte Entzündung hat, kann den betroffenen Bereich mit Kürbiskern-Massageöl einreiben oder einen Umschlag aus gemahlenen Kürbiskernen machen. So kann die Entzündung schneller abklingen.

  16. Verspannungen

    Verspannungen treten durch einseitige Belastung, Tragen schwerer Lasten oder Stress auf. Neben der Beseitigung der Ursache sind Massagen angezeigt. Verwenden Sie das Kürbiskern-Massageöl. Auch ein entspannendes Bad kann die Beschwerden mildern. Mischen Sie einen halben Liter frisch gepressten Kürbissaft bei.

  17. Verbrennungen

    Sowohl das Fruchtfleisch des Kürbisses als auch das Kernöl helfen bei Verbrennungen, die Hautschädigung einzudämmen, und führen eine schnellere Abheilung herbei.

    Natürlich gilt dies nur für Brand- und Brühwunden ersten und zweiten Grades, die nicht allzu ausgedehnt sind. Suchen Sie bei großflächigen Brandverletzungen immer einen Arzt auf.

    Gerötete Haut ohne Blasenbildung bestreichen Sie dünn mit Kürbiskernöl, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Wiederholen Sie dies, bis die Verletzung auch bei Berührung nicht mehr schmerzt.

  18. Wurmbefall

    Kürbiskerne und Kürbiskernöl werden in der Volksmedizin seit langem gegen Wurmbefall eingesetzt. Die Wissenschaft belächelte lange diese sanfte und schonende Wurmkur. Es wurde behauptet, die damals noch hartschaligen, gelblich-weißen Kerne seien einfach wegen ihrer Ähnlichkeit mit den Gliedern eines Bandwurms als Mittel gegen diese Würmer angewandt worden; reine "Analogie-Medizin" also.

    Heute wird angenommen, dass die in Kürbiskernen enthaltene, sehr seltene Aminosäure Cucurbitin für die Wirkung gegen Würmer verantwortlich ist. Daher gelten Kürbiskerne auch heute noch als völlig harmloses, aber überraschend wirksames Mittel bei Bandwurmbefall.

Sowohl das Fruchtfleisch als auch Kerne und Kernöl des Steirischen Ölkürbisses werden seit langem zur Heilung oder Linderung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Am bekanntesten ist die positive Wirkung, die eine Kürbiskern oder Kürbiskernöltherapie bei Prostataleiden oder der sogenannten Reizblase entfaltet. Aber auch Verbrennungen und Wurmbefall lassen sich sehr gut mit den Wirkstoffen des Kürbisses behandeln.

Wie vor jeder anderen Selbsttherapie sollten Sie auch vor Beginn einer Behandlung mit Kürbis und Kernöl zum Arzt gehen. Nur er kann die Ursachen Ihrer Beschwerden zweifelsfrei abklären und ausschließen, dass andere Krankheiten - mit ähnlichen Symptomen - unerkannt bleiben.

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