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Der Kürbis (Cucurbita Pepo)
Die ursprüngliche Heimat des Kürbis ist vermutlich das tropische Mittelamerika. Wie aus Funden in verschiedenen Teilen Amerikas hervorgeht, war der Anbau von Kürbis schon lange vor der Ankunft der Europäer bei den Indianern sehr verbreitet. Nach Europa wurde er, zusammen mit einigen anderen Nutzpflanzen wie Mais, Kartoffeln und Sonnenblumen schon bald nach der Entdeckung Amerikas eingeführt, wo er seitdem in zahlreichen Sorten als Futter-, Gemüse- und Zierpflanze kultiviert wird.
 
Der Kürbis ist eine einjährige Pflanze, die aus ihren 7-15 mm langen, flachovalen Samen im Laufe des Sommers einen bis zu 10 m langen, kriechenden Stengel hervorbringt, der mit Hilfe zahlreicher, verzweigter Ranken auch an Zäunen und ähnlichem emporklettern kann. Die breiten, weichen, mehr oder weniger gelappten Blätter sind mit borstenartigen Haaren versehen. Die goldgelben, glockenförmigen Blüten haben einen Durchmesser von 7- 10 cm. Von der Kürbisfrucht kennt man heute zahlreiche Zuchtformen, die sich in Gewicht, Form, Farbe und Oberflächenstruktur beträchtlich voneinander unterscheiden. Der Riesenkürbis z.B. kann ein Gewicht von 1-2 Zentnern erreichen.
Der Gartenkürbis, dessen ovale oder runde, orange bis grünlichen Früchte einen Durchmesser von 15-40 cm haben, wird nicht nur zu Gemüse und Kompott verarbeitet oder als Viehfutter verwendet, sondern sein Fleisch, das die Vitamine A und C, Enzyme und zahlreiche Spurenelemente enthält, hat sich unter anderem als blutreinigendes Mittel bei Nierenleiden bewährt. Ein äußerlich aufgelegter Brei aus rohem Fruchtfleisch soll ein wirksames Heilmittel gegen Krampfadern und Geschwüre sein. Die Kürbissamen enthalten neben fettem Öl, Eiweiß, Zucker und Harz, noch eine geringe Menge eines Alkaloids, das wegen seiner milden und reizlosen Wirkung vor allem in der Kinderheilkunde als Wurmmittel verwendet wird. Außerdem werden Extrakte aus Kürbiskernen bei Blasen- und Prostataleiden verordnet.
Die abgebildeten, nicht essbaren Zierkürbisse werden heute in den interessantesten Formen und Farben gezüchtet. Man unterscheidet Apfel-, Birnen-, Zitronen-, Eier-, Glocken- und Warzenkürbisse, es gibt Türkenbund, Mantelsack- und Turbankürbisse und die sogenannten Bischofsmützen. Sie alle kann man in getrocknetem Zustand für längere Zeit als Dekorationsstücke aufbewahren.
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